Moab nach Breckenridge - 25.8.2023
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- 26. Aug. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Da wir für heute kein Eintrittsfenster mehr im Arches reserviert haben, lässt uns der Wecker etwas länger schlafen. Nach knapp 9 Stunden Schlaf, ist um 8 Uhr dann aber doch Zeit aufzustehen.
Heute geht’s weiter in die Rockys. Also wieder mal packen. Das Wetter zeigt sich heute Morgen wieder von der freundlichen Seite. Die Sonne scheint bei angenehmen 24 Grad. Erst machen wir uns ans Frühstücksbuffet und danach ans Packen.
Viele Möglichkeiten gibt es nicht durch die Rockys, fast die einzige ist die I-70, die nördlich von Moab vorbei führt. Um dahin zu gelangen fahren wir durch den Grand Canyon, also fast zumindest. Während wir gestern im Westen von Moab auf eine Canyonlandschaft hinabgeschaut haben, nehmen wir jetzt einen Scenic Drive, östlich von Moab um zur Autobahn zu gelangen, durch einen Canyon.
Hier hat der Colorado River einen tiefen Canyon mit steilen Felswänden gegraben. Die Straße verläuft unten im Tal dem Fluss entlang. Gut, der Grand Canyon ist noch etwas tiefer, breiter und länger….aber man kann ihm nicht unten mit dem Auto entlang fahren. Der vermutlich vom roten Sandstein rötlich gefärbte Fluss windet sich durch das mal engere, mal breitere Tal und bringt Leben in Form von Bäumen, Büschen und Gras und einem Reh, dass uns fast vor das Auto springt. Obwohl “nur” 28 Grad brennt die Sonne schon prächtig auf das volle Haar.
Nach ein paar Meilen ist der Canyon-Zauber vorbei und schlagartig, also quasi nach der letzten Kurve führt die Straße wieder über beinahe topfebenes, wieder trockeneres Land. Der grüne Gürtel, der sich durch die Landschaft zieht, lässt erahnen, wo sich der Colorado River durchschlängelt.
Bald hüpfen wir auf den 70er Richtung Osten. Die Landschaft wird hügeliger und etwas grüner, je mehr wir uns den Rockys und damit auch Colorado nähern. In Grand Junction gibt’s im Starbucks einen Kaffee- und Toilettenhalt. (Passt zwar nicht ganz hierhin, aber hier hab ich das sauberste Starbucks-WC gesehen…ganz am Schluss der Liste sind so ziemlich alle WCs in Frankreich.)
Grand Junction in ein Knotenpunkt, vor allem auch der Eisenbahn und so machen wir ein Umwegli bzw. einen Abstecher zum Bahnhof. Aber eben, man hätte es sich ja denken können. Die Amis sind primär Autofahrer und so ist der Bahnhof in Wil ungefähr gleich groß und es läuft bedeutend mehr als bei dieser “Großen Kreuzung”.
Nach Grand Junction wird’s enger und hügeliger und die Straße der Autobahn nicht besser. Sie windet sich an bekannten Skigebieten wie Beaver Creek und Vail in die Höhe. Die Wälder werden dichter. In Vail verlassen wir die Autobahn und fahren durch den Ort, was wir zu sehen bekommen, gefällt eigentlich recht gut.
Zurück auf der Autobahn geht’s höher und höher, bis wir auf etwas über 3’200 Metern den Pass überqueren, gleichzeitig wird das Wetter immer schlechter, graue und schwarze Wolken haben den Regen angekündigt und auch die Wetterfrösche haben vor dem starken Niederschlag gewarnt. Die Außentemperatur fällt auf 11 Grad. Die schlechten Straßen mit den tiefen Fahrrinnen, in denen sich das Wasser sammelt, sind eher mühsam zu befahren.
Kurz nach der Passhöhe rechts geht’s nach Breckenridge, unsere Zwischenstationen für eine Nacht. Leider! Leider, weil wir ein sehr schönes Zimmer, also eher ein Studio mit vollausgerüsteter Küche, in einem Skiressorthotel erhalten. In der Lobby brennt bei unserer Ankunft ein Feuer im Kamin, bei 11 Grad draußen nicht so ganz falsch. Leider aber auch, weil Breckenridge ein herziges Städtchen ist, wie wir auf dem Weg in eine Pizzeria feststellen. Aber wir haben leider nicht für alles Zeit und so geht die Reise morgen wieder weiter.
Zuvor wird noch gewaschen. Unsere kleine Wohnung ist nämlich auch mit Waschmaschine und Trockner ausgestattet.
Und danach versuchen wir zu schlafen. Versuchen deshalb, weil Breckenridge sogar noch etwas höher als Duck Creek Village liegt. Breckenridge hat es auf ca. 2‘900 Meter geschafft. So hoch habe ich noch nie geschlafen, gewaschen, geschweige denn Pizza gegessen.


















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